Horst Liewer bevorzugt Jugendarbeit

Es ist nicht vermessen, das Jahnstadion als zweite Heimat des Horst Liewer zu bezeichnen. Denn die tägliche Trainingsarbeit bei Wind und Wetter ist aus dem Leben des Vorsitzenden des SCE Hamm Leichtathletik, der heute 65 Jahre alt wird, nicht wegzudenken. Nicht die großen Stars, die es einst auch im SCE gab, lagen und liegen ihm am Herzen, sondern die Talente, die mit Ausdauer und Zähigkeit ausgebildet werden.

Begonnen hat für Horst Liewer alles beim TuS 01 Heessen, ehe er 1955 zur Hammer SpVg ging. Als sich später die Hammer Leichtathleten unter dem Namen OSC Hamm sammelten, blieb Liewer außen vor. Mit dem TuS 01 Heessen gründete er die LG Ahlen-Heessen, später das Leichtathletik-Zentrum (LAZ) Hamm und die LG Ahlen-Hamm, die 1982 mit den Neuzugängen Gaby Bußmann und Karin Hähnel auf sich aufmerksam machte. 1983 schlossen sich die Athleten dann dem SCE Hamm an, dem Hammer Großverein, der nicht auch im Fußball für Schlagzeilen sorgte. Die erfolgreiche „Damenriege" mit Heinz-Jochen Spilker war sein Ding nicht, denn er hielt sich mehr im Hintergrund und setzte weiter auf die Jugendarbeit. Auch nach dem Zusammenbruch des „großen" SCE blieb er bei der Stange und sammelte die Talente im SCE Hamm Leichtathletik, deren Vorsitzender er seit neun Jahren ist.

Doch nicht nur in seiner Freizeit hatte Horst Liewer mit Sport zu tun. Als Schüler des Neusprachlichen Gymnasiums lehrte er später lange an der Nachfolgeschule Märkisches Gymnasium, das als erste Schule in Hamm einen Leistungskurs Sport unterhielt. Mittlerweile ist der ehemalige Studiendirektor für Sport und. Französisch in Pension, doch seine Handschrift im Unterrichts-Plan ist immer noch deutlich zu lesen. Was er sich zum 65. Geburtstag wünscht? Bessere Trainingsmöglichkeiten für seine Schützlinge gerade im Winter. Denn so ist man in vielen Bereichen nicht, wettbewerbsfähig gegen die Konkurrenz, die über Winterhallen verfügt. Bisher nur ein Wunsch.

von Westfälischer Anzeiger, 16.02.2004

 

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