Letzte Höhepunkte der Hallensaison

Die B-Jugend- und A-Schüler-Leichtathletik-Hallenmeisterschaften auf Landesebene in den herrlichen Multifunktionshallen in Bielefeld und Paderborn waren die letzten Höhepunkte der Hallensaison. Der SC Eintracht Hamm reiste zu beiden Meisterschaften mit einem Aufgebot von qualifizierten Athleten, die perspektivisch um einen Platz im Finale kämpften. Es fehlten die Titelanwärter Marco Marinucci und Jens Viandante (beide B-Jugend) im Sprint und im Weitsprung aufgrund von Verletzungen. Dass die Einschätzung der SCE-Trainer realistisch war, bewies dann B-Jugend- „Viertelmeiler“ Philipp Buthe mit Platz vier über 400 m in bei seiner Körperlänge auf der engen Innenbahn erzielten sehr guten 53,27 Sekunden.

Immer schneller wird der in der Sommersaison verletzte Markus Wagner über 200 m. Mit Bestzeit holte sich der SCE-Sprinter in 23,91 Sekunden Platz acht. Markus war mit dieser Leistung zweitschnellster Sprinter des jüngeren B-Jugendjahrgangs 1988. Im kommenden Sommer sollte er vor allem auf den Hürdenstrecken zu beachten sein, zählte Markus doch vor seiner Verletzung zu den Schnellsten im Lande.

Hervorragend verlief auch das Meisterschaftsdebüt des gleichaltrigen Jan Quade über 200 m. Der erst im vergangenen Sommer zur Leichtathletik gekommene Jan lief auf der Innenbahn tolle 24,47 Sekunden und war Fünfter (Gesamt 16.) seines Jahrgangs. Widrige Trainingsmöglichkeiten waren der Grund dafür, dass die hoch eingeschätzte 4 x 200-m-Staffel des SC Eintracht wegen eines Wechselfehlers nicht in die Wertung kam.

Auch bei den Schülermeisterschaften in Paderborn erfüllten die Sportler des SCE die in sie gesetzten Erwartungen. Melanie Kionka hatte der 300-m-Distanz gegenüber der Mittelstrecke (800) den Vorzug gegeben. Melanie steigerte sich um fast eine Sekunde auf 42,62 Sekunden -eine Leistung, die ihr schon jetzt einen Platz in der deutschen Bestenliste sichern sollte. Diese vorzügliche Leistung bedeutete Rang vier als deutliche Siegerin ihres Zeitendlaufs. Mirjam Sander konnte im von Rangeleien und Behinderungen geprägten 800-m-Finale der W14-Schülerinnen ihr eigentliches Können nicht zur Geltung bringen, so dass Mirjam als Achte in immer noch ausgezeichneten 2:30,34 Minuten ein wenig unter Wert geschlagen wurde, hatte sie doch vor drei Wochen in Dortmund 2:28,25 Minuten im Alleingang erzielt.

Bei den M15-Jungen glänzte Matthias Schaeg über 300 m mit einer erneuten Bestleistung auf 41,00 Sekunden und dem unter den Fachleuten nicht erwarteten sechsten Platz der Konkurrenz. Alexander Becks und Steffen Brandherm (beide M15) konnten mit 7,94 Sekunden über 60 m und 1,58 m im Hochsprung an diesem Tag nicht in den Kampf um einen Finalplatz eingreifen.

von Horst Liewer, 12.02.2004

 

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