Hammer Athleten vom Pech verfolgt

Das Unternehmen Ruhrolympiade im Bochumer Lohrheidestadion stand für die B-Jugend-Leichtathleten des Stadtsportbundes Hamm, die sich ausschließlich aus Sportlern des SC Eintracht Hamm rekrutierten, unter einem unglücklichen Stern. Im Kampf mit den großen Landkreisen (Wesel, Recklinghausen) und den Großstädten Köln, Essen, Dortmund, die ihr Mannschaftspotenzial aus zum Teil 100 Vereinen schöpfen, wollte das starke Hammer Team einen Rang unter den besten Acht erreichen. Doch die kurzfristigen Ausfälle von Schüler-Westfalenmeister Jens Viandante (100 m/Weit) und der Fünften der deutschen Wurfmeisterschaften, Jennifer Keller (Infektion bzw. Sturz mit dem Rad), machten dieses Vorhaben zunichte. Zu allem Überfluss kamen dann auch die 116 Punkte, die Johanna Lange mit Platz zwei über 400 m in sehr guten 60,81 sec. erreicht hatte, nicht in die Wertung, da diese Disziplin aufgrund eines Zeitnahmefehlers im letzten der vier Zeitendläufe komplett annulliert wurde - ein Nachteil, der zwei Ränge in der Gesamtwertung kostete.

Dass es trotz Platz 15 (188 Punkte) tolle Resultate im Hammer Team gab, zeigen zwei Silber-, drei Bronzemedaillen, ein fünfter und zwei achte Ränge.

Sarah Schunck holte im Diskuswurf und Kugelstoßen mit sehr guten 35,90 m bzw. 11,28 m Silber, Katharina Lange stand über 800 m in 2;26,62 min., ihre Schwester Johanna mit 60,81 sec. (400 m) und Schülerin Anke Wiezorrek mit 5,24 m im Weitsprung als jeweils Dritte auf dem Treppchen. Markus Beulertz mit Bestzeit über 400m (53,81 sec.), Anke Wiezorrek im Hochsprung (1,48 m) und Nina Wappler (100m Hürden, 17,65 sec) steuerten weitere Plätze in den Urkundenrängen bei.

Prächtig schlugen sich auch die Schüler Christopher Hiescher (Kugel, Diskus), Philipp Buthe (Speer) und Katharina Mainka (Speer) im Kampf mit den durchweg zwei Jahre älteren Konkurrenten und den für sie schwereren Wettkampfgeräten.

von Horst Liewer, 30.05.2002

 

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